Die Geschichte der Simits

Simit ist ein türkisches, ringförmiges Hefeteiggebäck mit Sesam-Körnern auf der Kruste. In der Region von Izmir ist Simit auch als "gevrek" (wörtlich: knusprig) bekannt. In Griechenland nennt man die Sesamringe Koulouri, in Serbien heißen sie Devrek. Erfunden wurde das Gebäck vor etwa 500 Jahren im Osmanischen Reich und fand seitdem auch im Balkan Verbreitung.
Simit ist in der Türkei vor allem im Handverkauf bei mobilen Straßenhändlern erhältlich, ähnlich wie Brezeln in Deutschland. Die Frische der Simit ist in der Regel an der Menge des Angebots erkennbar, je weniger noch im Verkauf sind, desto älter sind sie.

Der aufgegangene Hefeteig wird zu Würsten gerollt und Ringen geformt, danach 1 Minute in kochendes Wasser eingetaucht, dann in Sesam gewendet und schließlich im Ofen gebacken. Ein wichtiges Merkmal ist die aufgeplatzte krosse Kruste mit weichem Innenteig. Die Eigenschaften des Simit variieren etwas von Region zu Region. Traditionell wird das Gebäck mit Schwarztee, Kaschkawalkäse und Oliven serviert. Es wird zu jeder Tageszeit gegessen, beim Frühstück auch mit Gelee, Marmelade oder Käse.
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